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Management: Führen fängt bei mir an

11.04.2013
03:03

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Wie führe ich richtig? Gibt es richtige oder falsche Führung? Und wie möchte ich eigentlich geführt werden? Kennen Sie bereits Ihre eigenen Antworten auf diese Fragen? Glückwunsch zu Ihren Antworten – der Anfang ist gemacht, denn Selbstreflexion ist der erste Schritt zu Veränderung. Und welche Führungskraft möchte ...

Management
[©iStockphoto.com/DNY59]
... nicht ihr volles Potenzial entfalten. Doch welche Rollen sollte eine zukunftsorientierte Führungskraft in Bezug auf Geschäftsziele, Prozesse, Team und Unternehmenskultur einnehmen?

Eine zukunftsorientierte Führungskraft schlüpft in viele Rollen

Eine Führungskraft, die nachhaltig handelt, weil sie die Zukunft im Blick hat, ist zugleich Vorbild, Coach, Mentor, Moderator, Initiator, Motivator und Sinnstifter. Und sie ermöglicht Lernen. Zugegeben: Moderne Führung ist komplex. Aber eben auch motivierend und eine große Lern- und somit Weiterentwicklungsquelle für jede Führungskraft. (Die einzelnen Rollen von Führungskräften erläutere ich im nächsten Artikel.)

Eine Geschäftsführerin und Arbeitgeberin von fast 500 Mitarbeitern meinte einmal zu mir: „Führung ist in erster Linie Delegation und Kontrolle“. Von einer anderen, ebenso jungen Führungskraft wiederum hörte ich: „Hauptsache es geht bei uns kollegial zu und die Stimmung ist gut.“ - Was denken Sie über diese Positionen? Welche Haltung haben Sie zum Thema Führung?



Beide Aussagen haben eines gemeinsam: Sie sind extrem. Auf der Klaviatur der Führungsstile von Laissez-Faire bis Autoritär befinden sie sich an den äußeren Enden. Dabei gibt es so viele Spielarten dazwischen. Und beherrscht eine Führungskraft diese, hat sowohl sie, ihr Team als auch ihre Organisation viel Freude und noch mehr Erfolg.

Doch wen oder was führt eine Leitung eigentlich? Als Führungskraft leite ich in allererster Linie mich selbst. Und dann erst: die einzelnen Teammitglieder, das Team als Gruppe, und den Prozess-, bzw. Projektrahmen in Bezug zur Organisation. Hieran wird ersichtlich, dass Führung auf einer Haltung basiert. In der gängigen Managementliteratur ist auch von „Mindset“ die Rede.

Führen mit Haltung

Führung
[©iStockphoto.com/ 18percentgrey ]
Nur wenn ich mich selbst gut leite, kann ich Menschen und Prozesse angemessen leiten, so dass lebendiges Lernen und somit eine zukunftsfähige Organisation entstehen. Folgende Impulsfrage kann meine Haltung aufdecken: Was brauche ich von mir, meinem Team und meiner Organisation, um gut arbeiten zu können bzw. Ziele optimal zu erreichen und was bin ich bereit zu investieren?

Diese Frage kann ich als Führungskraft immer wieder neu stellen: an mich und mein Team. Fasse ich dann die Antworten zusammen und suche die Gemeinsamkeiten , stelle ich möglicherweise fest, dass sowohl bei mir als auch bei meinem Team ähnliche Begriffe für motiviertes Arbeiten und gutes Miteinander fallen.

Dieses lebendige Austarieren, ein permanentes Ausbalancieren aller Interessen ist eine Kunst, die viel Kraft freisetzt, wird sie beherrscht. Jeder Mensch ist unterschiedlich, jeder Arbeitnehmer will anders „geweckt“ werden, um seine Motivation zu finden – allen gemeinsam ist jedoch: Jeder Mensch möchte wahrgenommen werden. Und zwar nicht nur als Arbeitnehmer oder Teammitglied, sondern als Mensch. Und dies fordert er nur im Glücksfall direkt ein. Viel eher geschieht dieser Wunsch von Kollegen und der Leitung wahrgenommen zu werden jedoch auf subtile oder gar negative Weise, z.B. durch Prozesshemmung, Arbeitsverweigerung, Mobbing etc.

Von Mensch zu Mensch

Hierin liegt die Chance: Beachte ich als Führungskraft diese Tatsache durch eine Haltung, die jedes einzelne Teammitglied und mich selbst gleich wertschätzend und in Abhängigkeit voneinander sehen kann, und schaffe ich einen angemessenen Rahmen, damit jeder seine Energie positiv ins Team und ins gemeinsame (noch besser: gemeinsam entwickelte) Ziel lenken kann, dann kann eine erfolgreiche Organisation entstehen.

Erfolgreich, weil sich diese Haltung in die Organisation hinein und an die Geschäftspartner hinausträgt und so belastbare Geschäftsbeziehungen entstehen können. Die Organisation wird handlungsfähiger und letztlich zukunftsfähig.

Als Führungskraft muss ich also einen vertrauensvollen und wertschätzenden Rahmen schaffen für Gegensätze wie Schnelligkeit, Langsamkeit, Erfolge, Misserfolge usw. Ich sollte so viele Lernchancen wie möglich schaffen, Experimentierfreude nicht nur zulassen sondern befeuern und jeden Mitarbeiter als Mensch (statt Arbeitnehmer) wahrnehmen mit Stärken und Potenzialen, mit Vorlieben aber auch Launen. Und allem voran gilt es Prozesse und Teammitglieder auch mal vertrauensvoll loszulassen. Oder wie sonst würden Sie geführt werden wollen?



Katharina Rubin Katharina Rubin
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Ein Gastbeitrag von Katharina Rubin. Sie ist freiberufliche Trainerin und Beraterin zu Führung, Team- und Organisationsentwicklung. Zuvor leitete sie die Unternehmenskommunikation eines freien Bildungsträgers. Mit Leidenschaft setzt Katharina Rubin das weite Feld des lebenslangen Lernens in unterschiedlichen Kontexten ganz konkret um. Erfahren Sie weitere Schritte zur Klärung der persönlichen Führungshaltung von Katharina Rubin.





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