IBM beantragt Patent für Entlassungsmethode
Soeben wurde IBM noch für seine Entlassungswelle mit Arbeitsplatzverlagerung nach Indien kritisiert, und schon scheint es Grund für neue Empörung zu geben: Der Softwareriese hat für seine Vorgehensweise Arbeitsplätze von Hochlohn- in Billiglohnländer zu verlagern am 26. März ein Patent bei der dafür zuständigen US-Behörde beantragt.
IBM habe eine Methode entwickelt, wie sich globale Ressourcen-Pools schaffen und ausbauen lassen und wie über verschiedene internationale Standorte hinweg Analysen und Bewertungen von quantitativen und qualitativen Personal-Apsekten vereinfacht vorgenommen werden können.
Anscheinend ermöglicht es die entwickelte Vorgehensweise, viele der bisher üblichen Probleme bei globalen Standortverlagerungen vermeiden zu können.
Kürzlich hatte die Entlassung von 5.000 Mitarbeitern in den USA zu umfangreichen Protesten bei Gewerkschaften geführt. Inzwischen greifen allerdings auch Politiker das Softwareunternehmen an, da es für den Erhalt von US-Jobs Subventionen erhalten habe und sich aktuell zudem um Aufträge aus dem Konjunkturpaket der Regierung bemüht.
Nach Bekannt werden des erwähnten Patentantrages kündigte ein IBM-Sprecher inzwischen an, den Antrag wieder zurückzuziehen. Es wäre das zweite Mal, das IBM einen moralisch zweifelhaften Patentantrag über Geschäftsprozesse zurücknehmen würde.