Antipreis für Audi: "Grüne Zitrone" statt "Öko Globe"
Um ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit bemühen sich offiziell fast alle großen Autobauer und so möchten die meisten gerne auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Doch nicht alle leben dieses Prinzip, findet anscheinend das Öko Globe-Instituts der Universität Duisburg-Essen. Bei der Verleihung des diesjährigen Umweltpreises "ÖkoGlobe" wurde erstmalig auch als Anti-Preis die "gründe Zitrone verliehen". Und den bekam Audi, für sein mit 370 kW bzw. 503 PS ausgestattetes Konzeptfahrzeug A1 Clubsport Quattro. Ein "übermotorisierte Kleinwagen", der "im deutlichen Konflikt mit allen Bestrebungen, die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern, Leben zu schützen und dem Klimawandel entgegenzutreten" stehen würde, so die Begründung
Die Gewinner des diesjährigen ÖkoGlobes sind fünf Autobauer und vier Mobilitätsdienstleister. Sie wurden für Ihre Innovation für eine nachhaltige Mobilität ausgezeichnet. Darunter befindet sich Opel mit seinem Elektroauto Ampera, das mithilfe eines kleinen Verbrennungsmotors größere Reichweiten erlaubt - ein zukunftsweisendes und zugleich alltagstaugliches Konzept. Und als weitere Hersteller alternativ betriebener Autos, erhielten Ford für seinen Transit Connect Electric und Peugeot für sein Diesel-Hybridauto 3008 Hybrid4, je einen ÖkoGlobe in der Kategorie Nachhaltigkeit. Autohersteller BMW bekam einen Preis für für eine neue besonders leichte Karbon-Karosserie und Daimler wurde für ein neues Mobilitätskonzept "Bus Rapid Transit", das auf kurze Standzeiten und freie Fahrt setzt, ausgezeichnet.
Weitere Preisträger sind Continental, der Chemiekonzern Evonik, Verbio, ein Hersteller und Anbieter von Biokraftstoffen, die Fluggesellschaft Air Berlin sowie Maria-Elisabeth Schaeffler, Gesellschafterin der gleichnamigen Zuliefergruppe als Persönlichkeit des Jahres.