Arbeitgeberbewertung: Bahn-Mitarbeiter werden gefragt
Die rund 300.000 Beschäftigten der deutschen Bahn bekommen ab Oktober 2012 die Gelegenheit, sich in einer groß angelegten Mitarbeiterbefragung über ihre Vorgesetzten zu äußern. Die Teilnahme an der Befragung ist freigestellt und erfolgt anonym. Nach Abstimmung einiger Details mit dem Betriebsrat wird mit einem Ergebnis frühestens im Januar 2013 gerechnet.
In einem Fragebogen können sich die Mitarbeiter unter anderem darüber äußern, ob "Führungskräfte Anerkennung für besonderen Einsatz zeigen und faire Rückmeldung zur geleisteten Arbeit geben". Oder auch ob "gute berufliche Entwicklungsmöglichkeiten" bestehen und ob "über wesentliche Dinge des Arbeitsbereichs ausreichend informiert" wird.
Die Antworten auf diese Fragen sollen in Zukunft auch Einfluss auf die Höhe der Managergehälter haben. Vorstandschef Rüdiger Grube hatte bereits im Januar angekündigt, das die variablen Vergütungen für die Konzernvorstandsmitglieder zukünftig auch von der Zufriedenheit der Kunden und der Mitarbeiter abhänge.
Einer kleineren Umfrage im Jahr 2010 zufolge waren rund 70 Prozent der Befragten unzufrieden mit ihrer Arbeitssituation. Nun hat die Bahn verkündet, bis 2020 zu einem der besten Arbeitgeber Deutschlands aufsteigen zu wollen.