Post zahlt Zumwinkel 20 Mio. € Rente aus
Die Deutsche Post hat ihrem vorbestraften Ex-Chef Klaus Zumwinkel seine Pension in voller Höhe von 20 Millionen Euro ausgezahlt. Während Zumwinkel dies für einen ganz normalen Vorgang hält, sind Verbände sowie Politiker aus Regierung und Opposition empört.
Der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hält den Vorgang sogar für einen absoluten Skandal, denn während die kleinen Leute um ihren Arbeitsplatz zittern und auf Gehalt verzichten, stopfe Zumwinkel sich die Taschen voll. Seehofer betonte, dass Zumwinkel wegen vorsätzlicher Steuerhinterziehung gehen musste und es sich nicht um eine Pension für den wohlverdienten Ruhestand handele. Der Bund solle als Hauptaktionär prüfen, ob dies korrigiert werden könnte. Der CSU-Chef rate allen Unternehmen die Arbeitsverträge für Top-Manager so zu gestalten, das verurteilte Straftäter später nicht auch noch Kasse machen können. Der Generalsekretär der FDP, Dirk Niebel, merkte kritisch an, dass nicht alles legitim sei, was legal sein mag.
Am 14. Februar 2008 wurden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Zumwinkel bekannt. Tags darauf bot er seinen Rücktritt an und wurde im Januar 2009 wegen Steuerhinterziehung von 970 Tsd. € zu zwei Jahren Haft auf Bewährung sowie einer nur knapp höheren Geldstrafe von einer Mio. € verurteilt. Aktuell wird auch in der Spitzelaffäre bei der Telekom gegen ihn ermittelt.