Villeroy & Boch streicht rund 900 Stellen
Die Rezession zwingt den Geschirr- und Badkeramik-Hersteller Villeroy & Boch zu umfangreichen Sparmaßnahmen. Der Konzern will rund 900 der weltweit 9.250 Arbeitsplätze abbauen. In Deutschland sind rund 400 Jobs betroffen. In Lübeck-Dänischburg sind wegen einer Produktionsschließung etwa 155 Stellen in Gefahr, im saarländischen Mettlach fallen weitere 150 Arbeitsplätze weg und in der deutschlandweiten Verwaltung stehen etwa 90 Jobs zur Disposition.
Darüber hinaus wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket für die europäischen Standorte beschlossen, um die Effizienz und Produktivität zu steigern. Das Programm beinhaltet die Spezialisierung von Standorten, die Schaffung von Kompetenzzentren und die fortschreitende Automatisierung von Produktionsabläufen. Mit Hilfe aller Maßnahmen will das Unternehmen jährlich rund 50 Millionen Euro einsparen.
Erst vor wenigen Tagen hatte der Keramik-Hersteller angekündigt, rund 1.800 seiner insgesamt 2.800 Mitarbeiter in Deutschland in Kurzarbeit zu schicken.