Finanzkrise macht den Wiener Stadtwerken 2008 zu schaffen
Die Finanzkrise machte den Wiener Stadtwerken 2008 massiv zu schaffen und führte vor allem bei der Kapitalmarktveranlagung der Mitarbeiter-Pensionsgelder zu Verlusten. Besonders stark betroffen war die Tochter Wiener Linien mit einem Minus von rund 100 Mio. Euro. Insgesamt fiel der Konzern-Jahresüberschuss um 80,8 Prozent auf 9,6 Mio. Euro. Der Konzern - bestehend aus den Unternehmensbereichen Wien Energie, Wiener Linien, Wiener Lokalbahnen, Bestattung und Friedhöfe Wien sowie dem BMG Beteiligungsmanagement - steigerte den Umsatz dabei jedoch um 15,4 Prozent auf rund 2,8 Mrd. Euro.
Den größten Anteil daran hatte der Energiebereich mit 2,3 Mrd. Euro Umsatz - 15,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis von Wien Energie stieg dadurch um 90 Prozent auf 55,57 Mio. Euro, doch das Finanzergebnis schnitt bei 23,3 Mio. Euro um 60 Prozent schlechter ab. Insgesamt sank der Jahresüberschuss damit um 13 Prozent auf 78,0 Mio. Euro.
Der Stromabsatz war mit 8.727 GWh stabil und Wien Energie deckte damit rund 50 Prozent des Strombedarfs im Großraum Wien. Nach der Modernisierung des Kraftwerks Simmering 1 soll die Abdeckung auf 75 Prozent steigen.