Deutsche Post hat Krankendaten von Mitarbeitern gespeichert
Eine weitere Datenschutzaffäre: Diesmal hat die Deutsche Post an einigen Standorten über Jahre hinweg elektronische Krankenakten über Mitarbeiter geführt und auch intime Krankheitsdetails über z.B. Depressionen oder Herzerkrankungen gespeichert. Die Informationen sollen sogar mit klaren Handlungsanweisungen verknüpft worden sein. In Gesprächen wurde dann offenbar auch auf kranke Mitarbeiter eingewirkt, um Vorruhestandsregelungen zu erreichen oder Tätigkeitswechsel im Unternehmen vorzuschlagen.
Der Konzern bestätigt, dass solche, gegen geltende Datenschutzbestimmungen verstoßende, Akten geführt wurden. Allerdings sei dies laut Personalvorstand Scheuerle wohl nur in zwei Briefzentren vorgekommen. Es seien nach Aufdeckung der Praktiken sofort alle notwendigen organisatorischen und personellen Konsequenzen gezogen worden und man habe alles getan, um Wiederholungen auszuschließen.