DPA steht vor radikalem Umbau
Während der Konkurrent DDP Rekordergebnisse erzielt, steht Deutschlands größte Nachrichtenagentur DPA unter großem Druck, da sie bei den Kunden mittlerweile nicht mehr als unentbehrlich gilt. Für die schwierige Medienzukunft will sich die Deutsche Presse-Agentur nun mit einem tiefgreifenden Umbau rüsten. Dabei sollen Text, Bild, Grafik, Audio und Video enger verzahnt werden, um den vielfältigen Kundenwünschen besser entsprechen zu können. Denn eine reine Textbotschaft genügt heute nicht mehr. Sie muss auch inhaltlich vertieft, intelligent verlinkt und multimedial präsentiert werden.
Mit Hilfe des IT-Beratungshauses IDS Scheer sollen Schwachstellen in den Arbeitsprozessen aufgedeckt werden und das Unternehmen bis September komplett umgebaut werden. In Berlin wird ein integrierter Newsroom eingerichtet, um schneller, besser und kostengünstiger arbeiten zu können. Der bisherige Chefredakteur von Spiegel Online, Wolfgang Büchner, wird ab Juli als Vize-Chefredakteur einsteigen und Anfang 2010 den Chefredakteursposten von Wilm Herlyn, der 19 Jahre die Agentur führte, übernehmen.