Auch die letzte Chance für Hertie gescheitert
Seit Anfang Juni bekundete das chinesisch-amerikanische Unternehmen Everbright Development Overseas bis zuletzt überraschendes Interesse an einer Übernahme von Hertie. Die Deutsche Bank sollte die Verhandlungen initiieren. Doch der Hertie-Eigentümer, die insolvente britische Dawnay-Day-Gruppe, war nicht mehr zu Verhandlungen bereit und ließ ein Treffen mit den Chinesen platzen.
Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Horn spricht von einem Skandal. Die Chinesen hätten ein gutes Angebot im Gepäck gehabt und er vermutet hinter dem Scheitern der Gesprächsaufnahme Immobilienspekulationen, die auf Kosten der Hertie-Mitarbeiter betrieben würden.
Die Rettung der insolventen Warenhauskette Hertie ist damit endgültig gescheitert und der Ausverkauf in den Filialen geht weiter.