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Datenskandal: ÖBB führte illegale Krankenakten

Die ÖBB hat über ihre Mitarbeiter systematisch illegal Krankenakten angelegt. Darin wurden nicht nur Krankenstandstage aufgelistet, sondern unzulässigerweise auch die Diagnosen. Betroffene erheben schwere Vorwürfe. Es sei mit Kündigung bedroht worden, wenn verweigert wurde, seine Fehlzeiten mit entsprechenden Diagnosen zu belegen.

Beim Arbeits- und Sozialgericht laufen zahlreiche Verfahren des Betriebsrats gegen die ÖBB wegen der Art der Mitarbeiterbeurteilung. „Mitarbeiter werden nicht nach Qualifikation, sondern ausschließlich nach ihrer Gesundheit beurteilt“, kommentierte eine mit der Materie vertraute Person.

Die Vorgangsweise der ÖBB wird von Datenschützern verurteilt und sie erinnert sehr an die Bespitzelungsaktionen gegen Mitarbeiter der Deutschen Bahn. Der neue ÖBB-Personalchef, Emmerich Bachmayer, hat bereits eine interne Untersuchung eingeleitet und will den schwerwiegenden Vorwürfen genau nachgehen.
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  |     |  Am 11.09.2009 von SalvinaSu
derstandard.at   |  Firma: ÖBB-Holding AG
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