Villeroy & Boch verärgert Gewerkschaften
Villeroy & Boch wird sein Werk in Luxemburg bis Ende 2010 in zwei Schritten schließen und hat sich dabei jetzt den Ärger der dortigen Gewerkschaften zugezogen. Diese werfen dem Keramikhersteller vor, sich nicht an die vereinbarten Bedingungen bezüglich der Schließung zu halten.
Alain Mattioli von der Gewerkschaft OGBL erklärte, man habe mit V&B eine Freistellung für die Mitarbeiter vereinbart, die Aussicht auf einen neuen Job haben. Diese sollten ihren Anspruch auf eine Abfindung behalten. Lediglich Beschäftigte in Schlüsselpositionen“ seien von dieser Regelung ausgenommen worden.
Die Meinungen darüber, was Schlüsselpositionen sind, klaffen nun weit auseinander. Villeroy & Boch will lediglich 30 Freistellungen zustimmen – bei 230 Mitarbeitern. „Eine Farce“, so Mattioli, der seinerseits davon ausgeht, das bis zu 150 Mitarbeiter freigestellt werden könnten.
Der V&B-Werksleiter Charles de Theux rechtfertigte die Unternehmensentscheidung: Die Produktionssicherheit könne sonst bei hohem Krankenstand nicht gewährleistet werden. Angesichts eines hohen Krankenstandes würde schnell die Produktionssicherheit gefährdet. Wenn diese dann auf zwei Schichten heruntergefahren werden müsse, wären kurzfristig noch mehr Arbeitsplätze in Gefahr.