ÖBB schneidet im Vergleich mit Nachbarn schlecht ab
Die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) schneidet im Vergleich mit der Schweizerischen Bundesbahn (SBB) und der Deutschen Bahn (DB) schlecht ab.
Die ÖBB wird vom Staat mit 41,2 Prozent des Umsatzes bezuschusst. In der Schweiz liegt dieser Wert bei 27,4 bei der DB bei nur 14,6 Prozent. Die Marge (Gewinn im Verhältnis zum Umsatz) der DB liegt somit bei 3,9 Prozent. Die SBB wirtschaftete noch besser mit einer Marge von 7,1 Prozent. Die Marge der ÖBB betrug 19,2 Prozent, allerdings mit einem Minus davor.
Gründe für diese, viel geringere Produktivität der ÖBB liegen neben Skaleneffekten auch am Verhältnis zwischen Umsatz und Mitarbeiterzahl sowie den Schulden durch den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur.
Als Hauptursache für die schlechte Performance der ÖBB gilt vor allem die starke „Politisierung“, die samt einer mächtigen Gewerkschaft seit Jahren Reformen behindert.