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Odenwaldschule will Missbrauchsfälle aufklären

Die Direktorin der hessischen Odenwaldschule in Heppenheim, Margarita Kaufmann hat eine intensive Vergangenheitsaufarbeitung in den Missbrauchsfällen angekündigt. Rund 24 Fälle zwischen 1970 und 1985 sind bislang bekannt. Ein Hinweis deutet zudem auf einen Missbrauchsfall nach 1985. Kaufmann räumte ein, dass man in der Vergangenheit nicht ausreichend recherchiert habe. Dafür entschuldigte sie sich bei den Opfern.

Die Leiterin der Unesco-Modellschule will das Problem in Zukunft offensiv behandeln. Es soll ein schulinterner Ausschuss zum Schutz vor sexualisierter Gewalt gegründet werden. Zudem wird eine Hotline für Missbrauchsopfer und ehemalige Schüler eingerichtet. In einer außerordentlichen Sitzung des Trägervereins am Monatsende sollen weitere Schritte geplant werden. Die Leiterin der Reformschule hatte sich nicht dazu geäußert, ob der Schulvorstand zurücktritt.

Bereits 1999 hatten zwei ehemalige Schüler den damaligen Schulleiter wegen sexuellem Missbrauch beschuldigt. Wegen Verjährung wurde das Ermittlungsverfahren eingestellt. Dies nannte die Direktorin einen groben Fehler. Schon damals hätte die Schule richtig nachforschen müssen. Der Fall hat in Deutschland zu einer Debatte über Verjährungsfristen geführt.
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  |     |  Am 09.03.2010 von tecnisat
www.spiegel.de   |  Firma: Odenwaldschule (Ober-Hambach)
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