Verdacht auf Korruption bei Ferrostaal
Nach dem Korruptionsskandal bei Daimler sollen auch bei Ferrostaal Mitarbeiter Schmiergelder für Aufträge gezahlt haben. Die Münchener Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen einzelne Personen. Offenbar bekamen die Empfänger das Geld über Scheinberaterverträge.
In einer groß angelegten Razzia ließ die Staatsanwaltschaft bundesweit zahlreiche Objekte durchsuchen. Die Büros des Anlagenbauers waren bereits im vergangenen Jahr wegen des Verdachts auf Korruption durchsucht worden.
Ferrostaal bestätigte die Ermittlungen wegen Bestechungsvorwürfen. Diese würden sich aber nicht gegen das Unternehmen sondern gegen einzelne Personen richten. Der Konzern wolle eng mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten, um die Verdächtigungen aufzuklären.
Die "Financial Times Deutschland" (FTD) meldete, dass es "eine riesige Liste von Beschuldigten" gebe, die aus dem Unternehmensumfeld stamme. Dem Bericht zufolge, soll außerdem ein Vorstandsmitglied festgenommen worden sein. Der Manager sei bereits im vergangenen Jahr festgenommen worden und später gegen eine Kaution freigekommen sein. Der Mann habe zwar ein Bußgeld gezahlt, sei aber weiterhin im Amt geblieben.