Greenpeace protestiert gegen ÖBB
Aktivisten von Greenpeace haben am Montag die Zentrale der ÖBB in Wien besetzt. Mit der Aktion protestierte die Umweltschutzorganisation gegen den vorgesehenen Ausbau des ÖBB-Kraftwerks Spullersee in Vorarlberg. Sie spannten ein Banner vom Dach des Gebäudes. Der Hausbesitzer (nicht die ÖBB) ließ die Polizei rufen, die dann die Demonstranten darum bat, das Gebäude zu räumen. Es kam zu keinen weiteren Zwischenfällen.
Die ÖBB plant das Kraftwerk Spullersee auszubauen. Das Unternehmen sieht darin keinerlei Umweltvergehen. Im Gegenteil: der Ausbau könne sogar als Beitrag zum Klimaschutz gewertet werden, denn durch den Zusatzstrom können weitere 6.000 Zusatzzüge auf der Strecke Wien-Innsbruck eingesetzt werden. Und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs gilt schließlich als ökologisch.
Zudem will die ÖBB nachhaltig mit der Wasserentnahme aus dem Fluss Lech umgehen. Man werde darauf achten, dass der Wasserstand nicht unter einen festgesetzten Pegel sinkt. Auch das Land Tirol hatte sein OK zu dem Projekt gegeben und es als ökologisch sinnvoll eingestuft.