ÖBB-Lohnerhöhung: Besserverdiener und Manager gehen leer aus
Die österreichischen Eisenbahner haben ihre Lohnverhandlungen abgeschlossen. Dabei werden besserverdienende Mitarbeiter leer ausgehen: Die Gewerkschaft vida und der Vorstand der ÖBB-Holding einigten sich darauf, die Beschäftigten bis zu einer "Höchstbeitragsgrundlage von 4.110 Euro brutto" rückwirkend zum 01. Juli 2010 eine Lohnerhöhng um 35 Euro bekommen. Nur Mitarbeiter mit einem Bruttolohn von weniger als 2.100 Euro erhalten einen Ausgleich für die Inflation in der Höhe von 1,7 Prozent.
Nach Angaben der ÖBB liegt der Abschluss umgerechnet auf das ganze Unternehmen bei 1,27 Prozent und damit erstmals seit 2004 unter der Inflationsrate. Unter den derzeitigen wirtschaftlichen Bedingungen sei mit dem Abschluss die Schmerzgrenze, so ÖBB-Chef Christian Kern: „Die, die wenig verdienen, bekommen die Teuerung ausgeglichen. Die Besserverdiener und Führungskräfte leisten einen Sanierungsbeitrag.“