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Virtuelle soziale Netzwerke: zunehmend Hilfsmittel mit gesellschaftlichen Zielen

Alle reden von Facebook. Darüber gerät den Medien oft genug aus dem Blickfeld, was sich im Schatten des Platzhirsches in Sachen Soziale Netzwerke tut. Geht es bei Facebook in vielerlei Hinsicht vor allem um das Netzwerk selbst und die Verbindung zu Freunden, so gibt es inzwischen etliche Angebote, bei denen die "Online Community" ein Werkzeug ist um politische, soziale oder gesellschaftliche Ziele zu verfolgen.

So hat sich die Firma Researchgate [www.researchgate.net] zur Aufgabe gemacht durch eine Online-Community, insbesondere interdisziplinäre Wissenschaftskommunikation zu verbessern.

Das bereits etablierte Angebot Couchsurfing [www.couchsurfing.org] hat im Laufe der letzten Jahre tausende vor allem junger Leute verschiedener Nationalitäten einander sehr nahe gebracht. Auf Couchsurfing können Menschen ihre Couch oder ein Gästebett Reisenden kostenlos zur Übernachtung anbieten. Mehrere hunderttausend Übernachtungsgelegenheiten stehen verteilt auf der ganzen Welt zur Verfügung. Es lässt sich kaum abschätzen wie viele völkerverbindende Freundschaften bereits durch die Community "Couchsurfing" gestiftet wurden, es ist aber anzunehmen das die Summe beträchtlich ist.

Nun berichtet die Zeit-Online am 15.03. dass sich zu diesen sozialen "Social Communities" eine weitere hin zugesellt hat: Die Stiftung Saveournature hat mit [www.savemynature.com] eine "Social Community" an den Start gebracht, die es sich zur Aufgabe machen will Umweltschutz mit den Mitteln von Web 2.0 zu betreiben. Den Mitgliedern von Savemynature stehen die üblichen Funktionen von Sozialen Netzwerken zur Verfügung. So haben die User eine Pinnwand, können Gruppen gründen und Links oder Bilder posten.
Herausragendes Merkmal der Community savemynature ist aber die Möglichkeit, all diesen Ereignissen, Links oder Bildern einen Punkt auf einer Weltkarte zuzuordnen. Diese Weltkarte ist auch das erste was ein Besucher der auf die Seite gelangt zu sehen bekommt. Sinnbildlicher könnte eine Web-Community den Anspruch, nicht nur in der virtuellen, sondern auch in der realen Welt Bedeutung zu haben kaum geltend machen.

Natürlich wird es im großem Feld der neuen Anbieter in Sachen Web 2.0 eine Konsolidierung geben, aber der Umstand, dass sich die Sozialen Netzwerke aufgemacht haben, die Virtualität zu verlassen um Werkzeuge im Alltag zu werden, ist, wie auch die Ereignisse der letzten Wochen in Nordafrika zeigen überdeutlich.
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  |     |  Am 15.03.2011 von muellers
www.zeit.de
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