Fit for Future - Liquiditätsprobleme bei Schlecker
Das Drogerie-Unternehmen Schlecker hat nach Informationen des Spiegels mit massiven Finanzproblemen zu kämpfen. Im Rahmen eines Umstrukturierungsprogramms hat der Konzern allein im November fast 400 Filialen geschlossen, im Dezember sollen weitere 200 folgen. Mit der Ware aus den geschlossenen Filialen werden nun die Regale in den noch offenen Läden bestückt.
Auf diesem Weg sollen nach Unternehmensangaben Produkte im Wert von 180 Millionen neu verteilt werden. Dies geschieht sowohl aus "logistischen und betriebswirtschaftlichen Gründen"heißt es bei Schlecker. Darüber hinaus hat der Drogerie-Riese den Einkauf besonders für das Weihnachtsgeschäft bewusst zurückgefahren. Firmenpatriarch Anton Schlecker soll sogar einen zweistelligen Millionenbetrag aus seinem Privatvermögen in das Unternehmen gesteckt haben, um die Liquiditätsprobleme in den Griff zu bekommen.
Das groß angekündigte "Fit for Future" Umstrukturierungsprogramm der Schlecker-Kinder Meike und Lars geht ebenfalls nur stockend voran: die 2000 angekündigten Filialmodernisierungen schrumpfen nach Insiderangaben lediglich auf 300 Läden zusammen.
Aufgrund des geltenden Sozialvertrags kann Schlecker glücklicherweise aber keine betriebsbedingten Kündigungen aussprechen - diese würden das Unternehmen zur Zeit finanziell schlicht überfordern.