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Adressenhandel durch Deutsche Post: Verbraucherzentrale warnt

Die Verbraucherzentrale in Kiel warnt vor der Adressweitergabe durch die Deutsche Post, genauer gesagt durch die Deutsche Post Direkt GmbH. Die Tochtergesellschaft des Post-Konzerns handelt mit rund 37 Millionen Adressen und bietet diese Unternehmen zur Neukundengewinnung an.

Sogar Zusatzinformationen zu Alter, Kaufverhalten, Kaufkraft, privatem Bank- und Versicherungsverhalten, PKW-Vorliebe oder wie viele Singles in einem Haushalt leben scheinen im Angebot. Die Verbraucherzentrale vermutet, dass diese Informationen von den Briefträgern der Post stammen könnten.

Thilo Weichert, der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein findet die Vorwürfe "höchst unerfreulich". Verboten ist der reine Adresshandel jedoch nicht. Das neue Datenschutzgesetz ließe zu viele Ausnahmen zu und sei schlechter als das alte, so Weichert.

Die Post habe inzwischen Vorwürfe der Bespitzelung durch die Briefträger zurückgewiesen. Das Unternehmen stehe in engem Kontakt mit den Beauftragten des Datenschutzes in Bund und Ländern.

Verbraucher können Auskunft über die von ihnen gespeicherten Daten verlangen. Ein Musterschreiben gibt es beispielsweise unter http://www.verbraucherzentrale-sh.de. Auch der Widerspruch gegen die Datenspeicherung und -nutzung hilft. Gegen unerwünschte Wurfsendungen sorgt zudem der Hinweis "Keine Werbung" am Postkasten.
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  |     |  Am 30.01.2012 von Zwitschern
www.shz.de   |  Firma: Deutsche Post DHL Group
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