Deutsche Bank ermöglicht Ausstieg aus Todeswette
Die Deutsche Bank bietet aufgrund massiver Kritik an dem umstrittenen Todesfonds 'db Kompass 3' eine verlustfreie Ausstiegsmöglichkeit an. Die Anleger können ihr Geld unter Abzug zwischenzeitlich erhaltener Zinsen vorzeitig zurück erhalten.
Die Anlage war als "Todeswette" in den vergangenen Wochen scharf kritisiert worden, da sie eine Art Wette auf die Restlebensdauer bestimmter Referenzpersonen ist. Sterben diese Personen früher, fällt die Rendite für die Investoren höher aus. Der Ombudsmann des privaten Bankenverbands äußerte sich nach Beschwerden von Anlegern kritisch zur Konstruktion des Fonds. Das Modell sei 'mit unserer Wertordnung, insbesondere der in ihrem Mittelpunkt stehenden Unantastbarkeit der menschlichen Würde, kaum in Einklang zu bringen', so der Wortlaut eines Briefes an einen Anleger.
Etwa 10 000 Anleger in den USA investierten rund 200 Millionen Euro in diesen Fonds. In einer schriftlichen Erklärung der deutschen Bank hiess es am Mittwoch, das die betroffenen Anleger in Kürze ein schriftliches Rückkaufangebot erhalten werden.