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Nachhaltiger Strom: Kaum zu finden bei Microsoft?

Der Strom den IT-Konzerne für ihre Rechenzentren beziehen kommt überwiegend aus Kohle- und Atomkraftwerken. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Umweltorganisation Greenpeace. Apple, Amazon und Microsoft setzen für ihre Cloud-Computing-Dienste zu wenig auf erneuerbare Energien. Google, Yahoo und Facebook hingegen schneiden in der Studie besser ab.

14 führende IT-Unternehmen wurde für die Studie von Greenpeace befragt und untersucht, die Höhe des Gesamtverbrauchs der erneuerbaren Energien wurde lediglich geschätzt. Darüber hinaus wurde die Transparenz hinsichtlich der Offenlegung von Standorten der jeweiligen Rechenzentren, die Berücksichtigung von Energieeffizienz und das Engagement für erneuerbare Energien untersucht.

Nur knapp 14 Prozent des Stromverbrauchs beziehen Amazon und Microsoft für ihre Rechenzentren aus erneuerbaren Energien, bei Apple sind es gut 15 Prozent. Der Rest stammt aus Kohle- und Atomkraftwerken. Der Studie zufolge investiert Apple in ein Rechenzentrum in den USA und plane ein weiteres, beide laufen hauptsächlich mit Strom aus Kohlekraftwerken.

Kritik gab es auch für die Pläne von Microsoft: in Virginia ist der Ausbau eines Rechenzentrums geplant, das ebenfalls auf Kohle- und Atomkraft setzt. Trotz der Ankündigung den Verbrauch bis 2012 um 30 Prozent zu senken ist der Anteil der erneuerbaren Energien lediglich von 24 auf 25 Prozent gestiegen. Es fehle an politischem Engagement und anders als bei Yahoo und Google sei auch kein eindeutiges Bekenntnis zu erneuerbaren Energien zu erkennen.

Microsoft weist die Vorwürfe zurück. Ein Rechenzentrum im amerikanischen Quincy zum Beispiel beziehe Energie aus einem Wasserkraftwerk, so ein Microsoft-Sprecher. Auch Appel wehrte sich gegen die Studie und verwies auf veraltete Zahlen die für verwendet worden seien.

Beim so genannten Cloud-Computing, wo persönliche Daten im Netz jederzeit und überall abrufbar sind verbrauchen die Rechenzentren laut Greenpeace so viel Strom wie 180.000 Einfamilienhäuser.
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  |     |  Am 19.04.2012 von rotraud
www.spiegel.de   |  Firma: Microsoft Deutschland GmbH
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