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Coca-Cola: ungesund und unzureichend fair

Im ARD-Markencheck wurde eines der bekanntesten Getränke der Welt, Coca-Cola unter die Lupe genommen. Geprüft wurde die Rezeptur und ihre angebliche Einzigartigkeit, die Werbewirksamkeit, Das Gesundheitsrisiko und die Fairness bei der weltweiten Produktion.

Die Hauptzutaten Zucker, Wasser und Kohlensäure und Farbstoffe sind hinlänglich bekannt und dennoch, der Versuch von fünf Studenten der Getränketechnologie an der Fachhochschule Geisenheim eine eigenen Cola zu kreieren ist gescheitert. Von den 100 befragten Passanten in der Dortmunder Innenstadt schmeckten 44 Menschen bei einem Test das Original heraus. Immerhin noch 33 Personen schmeckte die Coca-Cola am besten, 25 Passanten favorisierten Pepsi. Der Rest der Probanden entscheidet sich zwischen Lidl- und Aldi-Cola. Lediglich sieben Probanden mochten die Studenten-Cola. Deswegen das Fazit im Markencheck: Das Rezept von Coca-Cola ist einzigartig.

Und dennoch: Das wahre Geheimnis des Erfolges von Coca-Cola scheint eher ein ausgefeiltes Marketing zu sein, als das einzigartige Rezept. Denn die fünfzehn Probanden die in der Berliner Charité durch einen Plastikschlauch Cola bekommen wissen zunächst nicht, das ihr Getränk aus je einem Teil Coca-Cola, Pepsi und der Aldi-Marke River Cola zusammengestellt ist. Aber immer, wenn die Probanden den Markenname Coca-Cola sehen, schmeckt ihnen ihre Cola plötzlich viel besser, als wenn sie die anderen teils fiktiven Namen zu lesen bekommen. Das ARD-Markencheck: die Werbewirksamkeit ist phänomenal.

Wie zu erwarten sieht es beim Gesundheitscheck deutlich anders aus. Nicht nur der hohe Anteil Zucker von rund 35 Stück Würfelzucker in einem Liter sondern auch die hohe Säurekonzentration sind gesundheitsschädigend. Zahnproben sehen nach 15 Minuten im Cola-Bad aus wie Satellitenbilder vom Mond. Und Forscher warnen, das anschließendes Zähneputzen die Schäden sogar noch schlimmer machen würde. Lediglich eine Behandlung mit Fluoridcreme vor dem Cola-Genuss böte einen gewissen Schutz. Das Fazit der ARD: das Gesundheitsrisko würde unterschätzt.

Bleibt noch ein Blick auf die Fairness bei der Herstellung des Getränks zu richten. In rund 206 Ländern wird Cola getrunken, auch in Regionen, wo die Trinkwasserressourcen sehr knapp sind. Wie zum Beispiel in Rajastahn in Indien, einer Gegend, in der die Haupteinkommensquelle der Menschen die Landwirtschaft ist. Im Durchschnitt lebt man hier von einen Euro pro Tag. Hier hat Coca-Cola seit 2000 eine Produktionsstätte und benötigt für die Herstellung eines Liters Cola gut zwei Liter Wasser. Seit dieser Zeit sei Grundwasserspiegel vor Ort stetig gesunken, was für die Bauern in der Region ein zunehmendes Problem darstellt. Ihre Brunnen sind ausgetrocknet, Geld für neue fehlt. Coca-Cola behauptet mehr Wasser zurückzugeben als das Unternehmen verbrauche und verweist auf Wasserrückgewinnungsanlagen. Das ARD-Team findet hingegen bei ihren Vorort-Recherchen ein anderes Bild vor. Das Markencheck-Urteil: Die Fairness ist unzureichend.

Auf den Punkt bringt es ein Professor des Zentrums für Umwelt und Entwicklungsstudien im indischen Jaipur: „Essen ist wichtig – Coca-Cola nicht!“

http://www.daserste.de/information/allround_dyn~uid,49yt041w7hae76ae~cm.asp
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  |     |  Am 08.05.2012 von rotraud
www.derwesten.de   |  Firma: Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH
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