Müller-Brot senkt Gehalt um sechs Prozent
Die Mitarbeiter der Großbäckerei Müller-Brot müssen bei der Sanierung ihres Arbeitgebers helfen. Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) hat gemeinsam mit den neuen Besitzern des Unternehmens eine Gehaltskürzung vereinbart. Jetzt bekommen die 450 Angestellten in der Verwaltung, in der Logistik und in den Filialen bis zum 1. Mai 2014 sechs Prozent weniger Bruttogehalt. Durch diese Vereinbarung im neuen Haustarifvertrag spart das Unternehmen rund 54.000 Euro.
Als Gegenleistung zahlt der Arbeitgeber mehr Geld in die Betriebsrente ein (im nächsten Jahr 250 EUR, anschließend 360 EUR) und verbessert den Kündigungsschutz. Neu-Chefin Evi Müller, die Tochter des ehemaligen Besitzers, zeigte sich zufrieden, da der Haustarifvertrag helfe, Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern und Investitionen zu ermöglichen.
Seit 2009 wurde Müller-Brot mehrfach hinsichtlich der Hygiene kontrolliert und von amtlicher Seite wurden Bußgelder verhängt. Laut Wikipedia wurden im Oktober 2010 und im Januar 2012 Backwaren "unter amtlicher Aufsicht vernichtet". Trotzdem gelangten unhygienisch produzierte Lebensmittel in den Handel. Nach Medienberichten zu Jahresbeginn wurde die Produktion gestoppt und eine komplette Betriebs- sowie Anlagenreinigung durchgeführt. Es waren Schädlinge wie Motten, Käfer und Schaben in den Backzutaten und Mäusekot in den Produktionsanlagen gefunden worden.
Mittlerweile ist das Unternehmen insolvent und kämpft ums Überleben. Anfang April 2012 wurde bekannt, dass die Tochter des Gründers und die Münchner Bäckerei Höflinger einen großen Teil des Filialnetzes sowie rund 435 Mitarbeiter übernehmen.
http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCller-Brot