Ausbeutung: Olympia-Veranstalter prüfen Vorwurf gegen Adidas
Laut der britischen Tageszeitung 'The Daily Telegraph' prüfen die Organisatoren der Olympischen Spiele in London Vorwürfe, nach denen Adidas Fabrikarbeiter in Kambodscha ausgebeutet haben soll. Der Sportartikelhersteller würde den Arbeitern in einer Fabrik in der Nähe der Hauptstadt Phnom Penh ein zu geringes Gehalt bezahlen. Für die Produktion von Olympia-Fanartikeln bekämen die Mitarbeiter trotz einer 6-Tage-Woche nur ein Grundgehalt von umgerechnet 50 EUR (61 Dollar) im Monat. Bei Mehrarbeit (zehn statt acht Stunden am Tag) gäbe es dann ungefähr das doppelte Gehalt (120 Dollar). Dieser Lohn sei allerdings weniger als das Existenzminimum, was ein Verstoß gegen die Richtlinien der Olympia-Organisatoren wäre, so die Organisation "Labour Behind the Label".
Ein Unternehmenssprecher von Adidas erklärte jedoch, dass der Monatslohn in der kambodschanischen Fabrik im Durchschnitt 130 Dollar wäre. Diese Lohnhöhe wäre weit über dem Minimallohn, welcher in Kambodscha bei rund 66 Dollar läge. Zudem würde der Lohn im September nochmals erhöht.
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Siehe auch:
http://www.labourbehindthelabel.org/urgent-actions/item/1057-ptkizoneactionlondonjune
http://www.welt.de/newsticker/news2/article108293021/Olympia-Organisatoren-gehen-Vorwurf-der-Ausbeutung-durch-Adidas-nach.html