ÖBB: Arbeitsbedingungen im Catering kritisiert
Geld sparen wollten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), jetzt steht das Unternehmen wegen der Arbeitsbedingungen unter Druck: Als die ÖBB vor einem Jahr eine neue Fremdfirma mit dem Catering beauftragte, sollten die genannten "Zuschüsse" der ÖBB für die Verpflegung um 42 Millionen EUR verringert werden. Zugleich sollte es beim Preis und bei der Qualität eine Verbesserung geben. Der Chef der ÖBB Christian Kern bezeichnete den Schritt damals als "Win-Win-Situation" für die Bahn sowie für die Kunden. Für die Angestellten im Catering traf dies wohl weniger zu.
Rund die Hälfte der Mitarbeiter verdienen nur zwischen 450 und 600 € berichtet eine Betriebsrätin der ÖBB, bei Arbeitszeiten von teilweise bis zu 10 Stunden, ohne Pause, in einem durch. Kritik gibt es auch von Seiten der österreichischen Verkehrs und Dienstleistungsgewerkschaft vida. Jetzt appellierte die Fahrgastvereinigung probahn an die ÖBB, das sich die Bahn auch um die Arbeitsbedingungen ihrer Zulieferer kümmern solle.