Capri-Sonne bekommt Schmähpreis
Über einen ersten Platz und eine Auszeichnung freut sich jeder, naja, fast jeder und auch nur für fast jeden Preis. Die Getränketüte Capri-Sonne wurde mit dem Negativpreis "Goldener Windbeutel 2013" gekürt. Warum? Der Hersteller, die Deutschen SiSi-Werke, hat die dreisteste Werbemasche des Jahres zum Verkauf angewendet, das meint der Wettbewerbs-Initiator des Schmähpreises die Verbrauchschutzorganisation Foodwatch. Abgestimmt wurde via Internet, knapp 120.000 Verbraucher hatten sich daran beteiligt.
Die Begründung? Die Trinktüte, die rund sechs Stück Würfelzucker enthält, werde gezielt bei Kindern beworben, der Hersteller selbst platziere sich bei der Werbung in der Nähe zum Sport und sponsert Sport-Events für Kinder. Vor Kurzem habe das Unternehmen auch Unterrichtsmaterialen mit Ernährungshinweisen verteilt und Capri-Sonne als besonders empfehlenswert dargestellt.
Der Hersteller, wehrte sich gegen die Nominierung seines Produktes für den Schmähpreis. Der Zuckergehalt liege mit 10 Prozent im Mittel aller Fruchtsäfte. Die besagte Unterrichtsmappe hat das Unternehmen inzwischen zurückgezogen.
Der Preis "Goldener Windbeutel" wird seit dem Jahr 2009 vergeben. Letztes Jahr bekam die Firma Hipp den Negativ-Preis für seinen Kindertee "verliehen". Platz Zwei im diesjährigen Ranking belegte der Pudding "Paula" von Dr. Oetker. Platz Drei wurde den Frühstücksflocken "Kosmo-Stars" von Nestlé zuteil.