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Hertie: Keine Mietverträge - 19 Filialen vor dem Aus

Die Warenhauskette Hertie hat seit zwei Wochen keine gültigen Mietverträge mehr für 56 ihrer insgesamt 73 Filialen.

Der britische Hauptinvestor des Unternehmens „Dawnay-Day“ ist insolvent und hat die Mietverträge zum 19. Januar gekündigt. Die Hertie GmbH hatte bereits im Juli 2008 Insolvenz angemeldet und anscheinend seit Mai 2008 keine Mieten mehr gezahlt.

In der vergangenen Woche hat Hertie auch die Schließung von 19 Filialen angekündigt. Das Unternehmen stehe wegen überhöhter Mietforderungen vor dem Ende. Sofern „Dawnay Day“ nicht deutlichen Mietsenkungen zustimme, müssen auch die anderen Hertie-Niederlassungen geschlossen werden – so der Insolvenzverwalter des Warenhauses.

Ein Immobilienexperte vermutet, dass in London völlig falsche Markt- und Mietpreisvorstellungen herrschen.

Die Hertie GmbH war 2005 als Ausgründung der Karstadt Warenhaus GmbH – einer Arcandor-Tochter-Gesellschaft – entstanden.

Zunächst trug diese Ausgründung noch den Namen Karstadt, ab 01. März 2007 jedoch den Namen Hertie, da Karstadt im Besitz der Wortmarke „Hertie“ war und diese wiederbeleben wollte. Karstadt hatte bereits 1994 die die traditionsreiche Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH übernommen, später jedoch alle Hertie-Filialen in Karstadt umbenannt, geschlossen oder verkauft.
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  |     |  Am 02.02.2009 von 54Katrinome
www.handelsblatt.com   |  Firma: Hertie GmbH
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