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Netzkrieg: Greenpeace vs. Nestlé

Lebensmittelgigant Nestlé wird derzeit auf Facebook mit einer neuen Form des Protests konfrontiert. Greenpeace hat einen Spot in das Netzwerk gestellt, der Nestlé dafür kritisiert, Palmöl für seine Schokoriegel zu verwenden, für das der Regenwald in Indonesien abgeholzt wird und somit den Orang-Utans ihren Lebensraum nimmt.

In dem Video beißt ein Mann statt in den KitKat-Riegel in einen Affenfinger, ohne sich darum zu kümmern, dass das Blut spritzt. In rasender Geschwindigkeit haben User das Video über Twitter, Foren und Blogs weiterverbreitet. Am Mittwoch war das Video bereits über eine halbe Millionen Mal aufgerufen worden.

Nestlé beeilte sich eine Erklärung abzugeben, nach der auch der Konzern sich über die „die Bedrohung von Regenwäldern durch die Ausweitung des Palmöl-Anbaus“ sorge. Man verwende Palmöl nur in "geringem Volumen". Auch gab Nestlé an, die Verträge mit dem von Greenpeace kritisierten Lieferanten von Palmöl bereits gekündigt zu haben.

Jedoch – die Erklärung kommt zu spät. Denn im Zeitalter von Internet und sozialen Netzwerken ist der Ruf eines Unternehmens rasant schnell auf der ganzen Welt beschädigt. Auch die erste Strategie von Nestlé, nämlich Verbote und Zensuren, zeigen keine Wirkung. Schon kursiert ein neues Greenpeace Video im Netz: Diesmal wütet ein Kit-Kat-Riegel im Regenwald, holzt Bäume ab und köpft die Affen gleich selbst.
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  |     |  Am 09.04.2010 von Hobbit
www.abendblatt.de   |  Firma: Nestlé Suisse S.A.
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