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Foodwatch stellt Strafanzeige gegen Lidl und Verbraucherministerium

Drei Menschen starben in Deutschland, nachdem sie mit Bakterien verseuchten Harzer Käse gegessen hatten. Einem Bericht der AFP zu Folge hat "Foodwatch" jetzt sowohl den Discounter Lidl, den österreichischen Käsehersteller Prolactal als auch das baden-württembergische Verbraucherschutzministerium "wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der Körperverletzung mit Todesfolge" angezeigt.

Foodwatch kritisiert in erster Linie die Informationspolitik der Beteiligten. Lidl habe, so die Organisation, "völlig unzureichend" vor dem Verzehr des Käses gewarnt. Zudem sei es "inakzeptabel", dass das zuständige Verbraucherministerium die Information der Öffentlichkeit dem Unternehmen Lidl überlassen habe. Die Behörde habe "zu keinem Zeitpunkt mit eigenen Informationen vor der akuten Gesundheitsgefahr durch die belasteten Käseprodukte gewarnt".

In diesem Zusammenhang forderte Matthias Wolfschmidt, Vize-Geschäftsführer von Foodwatch, bei Gesundheitsgefahren eine aktive Informationspflicht der Behörden: Seiner Meinung nach müssten gesundheitsrelevante Hinweise "mit Nennung von Produktnamen und Verkaufsstellen" sofort und "über alle verfügbaren Kanäle an die Bevölkerung weitergegeben werden".
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  |     |  Am 24.05.2010 von QuentinWatson
www.google.com   |  Firma: Lidl Stiftung & Co. KG
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