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Lidl macht sich für Mindestlohn stark

Ausgerechnet der Supermarkt-Discounter Lidl macht sich derzeit für zehn Euro Mindestlohn stark. Nur ein verbindlicher Mindestlohn könne Lohndumping unterbinden, so Jürgen Kisseberth, Chef von Lidl. Doch dem Einzelhandelsverband HDE ist die Forderung nach dem branchenübergreifenden und flächendeckenden Mindestlohn zu viel.

Heribert Köris, Geschäftsführer der HDE nannte die Forderung unrealistisch. Die Tariflöhne liegen in der Branche derzeit bei sieben bis maximal 8,80 Euro. Laut Jöris sei dies die Spanne für den branchenweiten Mindestlohn.

Der Vorstoß von Lidl fand große Zustimmung bei der Gewerkschaft Verdi. Verdi verhandelt mit dem HDE bereits seit längerem über eine verbindliche Lohnuntergrenze für den Einzelhandel. Die Verdi-Vizechefin Margret Mönig-Raane hofft, dass viele Unternehmen Lidl folgen werden.
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  |     |  Am 21.12.2010 von tecnisat
www.spiegel.de   |  Firma: Lidl Stiftung & Co. KG
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