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Atomkraft nein danke: Siemens steigt aus

Siemens steigt offenbar aus der Atomenergie aus: Zwar erklärt der Konzern offiziell noch zurückhaltend, man werde die Entscheidung „unter Berücksichtigung von Japan und des weltweiten Marktumfelds“ fällen und dabei auch „gesellschaftliche und politische Aspekte“ berücksichtigen, doch das Handelsblatt berichtet unter Berufung auf Untnehmenskreise, dass in dem Münchner Konzern bereits eine interne Grundsatzentscheidung für den Ausstieg gefallen sei.

Schließlich habe, so das Handelsblatt, Vorstandschef Peter Löscher Siemens ein neues, grünes Image verpasst. Der Konzern positioniert sich als Anbieter von von Wind- und Sonnenenergie und effizienten Gasturbinen und gestaltet so die Energiewende mit. Dazu passt Atomkraft nicht mehr.

Die offizielle Zurückhaltung hat allerdings auch ihren Grund: Erst vor kurzem hat Siemens die Partnerschaft mit Rosatom besiegelt und wollte mit dem russischen Staatskonzern Marktführer im Geschäft mit der Atomkraft werden. Allerdings haben sich die Aussichten für diesen Markt seit der Katastrophe im japanischen Fukushimas verschlechtert, viele Staaten haben den Bau neuer Kernkraftwerke auf Eis gelegt. Die Entscheidung für den Atom- Ausstieg jedoch könnte Rosatom brüskieren und das gesamte Russland-Geschäft von Siemens negativ beeinflussen.
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  |     |  Am 24.05.2011 von hessischer6
www.handelsblatt.com   |  Firma: Siemens AG
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