Deutschen Bank - schlechtes Image bei der Frauenförderung
Der Chef der deutschen Bank Josef Ackermann äußerte in der jüngsten Vergangenheit einen Satz, der dem Dax-Konzern einer Medienanalyse zufolge eines der negativsten Arbeitgeberimages bei der Frauenförderung einbrachte. Er bedauere, dass noch immer keine Frau im Vorstand der Deutschen Bank sitze und er hoffe, dass es irgendwann mal farbiger sein wird und auch schöner! So Ackermanns Aussage im Februar diesen Jahres.
Auf erschreckende Weise macht dieser Satz deutlich, welch muffiger Wind teilweise noch in vielen Vorstandsetagen weht und es ist bestimmt auch kein Zufall, das solche Bemerkungen ausgerechnet von einem Vorstandvorsitzenden gemacht werden, in dessen Vorstand die Frauenquote nicht existiert.
Das Problem bei der deutschen Bank ist laut des Medien-Analytiker Roland Schatz von Medientenor nicht der Ausrutscher eines Managers, sondern dass die Deutsche Bank generell zu wenig darauf achtet, kontinuierlich über ihre Aktivitäten bei der Frauenförderung zu informieren. Verglichen mit den Zahlen der Frauen in anderen Dax-Konzernen schneidet die deutsche Bank gar nicht unbedingt schlechter ab als vergleichbare Unternehmen.
Firmen wie die Allianz hingegen informieren aber zumindest regelmäßig darüber, mit welchen konkreten Projekten sie Frauen fördert.Ebenso beri Henkel - der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern hat schon jetzt rund 30 Prozent der Top-Jobs mit Frauen besetzt und die deutsche Telekom verpflichtete sich sogar, bis 2015 eine Frauenquote von 30 Prozent in Führungspositionen einzuführen.
Weibliche Vorstände sind bei den großen Unternehmen generell noch sehr selten. Die Ursachen sind vielfältig, mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Karriere, überholte Rollenmuster und Denkweisen sowie männlich dominierte Arbeits- und Betriebsstrukturen erschweren die Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen.