Bis zum Jahr 2016 plant die deutsche Bahn in ihren Reisezentren einen Stellenabbau von rund 700 Arbeitsplätzen. Im Vergleich zu den Onlineticket-Verkäufen ist der Umsatz in den Reisezentren deutlich rückläufig, weshalb für ca. 350 Reiseberater bis zum Jahr 2016 eine neue Arbeitsstelle innerhalb des Konzerns gefunden werden soll.
In einer Mitteilung hiess es weiterhin, das "etwa die gleiche Anzahl Mitarbeiter durch natürliche Fluktuation oder altersbedingt aus dem Unternehmen ausscheiden wird". Entlassungen soll es nicht geben.
Arbeitnehmerverbände kritisierten die Entscheidungen als „unverständlich, unüberlegt und unausgegoren“. Nach wie vor benötigten viele Menschen eine persönliche Beratung an den Schaltern, was zweifellos auch die kaum abzubauenden Kundenschlangen in den Bahnhöfen belegten. Service-Einbußen werden befürchtet.
Auch der Fahrgastverband Pro Bahn forderte Bahn-Chef Rüdiger Grube auf, diese Kürzungspläne sofort zu stoppen. Insgesamt wolle die Deutsche Bahn jedoch Personal aufstocken. Bis zu 7.000 Mitarbeiter werden in den nächsten Jahren gesucht.