Relevanz       Image-Effekt   

Mitschuld der Deutschen Bank an Hungersnöten?

Die Konsumentschutzorganisation Foodwatch attackiert Banken wie die Deutsche Bank oder Goldman Sachs, weil diese eine Mitschuld an den weltweiten Hungersnöten hätten. Durch die von Banken ermöglichten Spekulationsgeschäfte, wie das Wetten auf Preise für Agrarprodukte würden Kosten und Preise für Lebensmittel künstlich in die Höhe getrieben und dadurch die weltweiten Hungerprobleme verschärft.

Der Vorwurf aus einem 70-seitigen Report: Seit dem Jahr 2000 würden die Preise für Lebensmittel immer weniger durch Angebot und Nachfrage der physischen Ware bestimmt. Stattdessen hätten die Deregulierung des Rohstoffhandels und neue Finanzprodukte dazu geführt, dass Faktoren wie fallende Aktienkure, die Zinshöhe und die Riskikobereitschaft der beteiligten Aktuere die Preise für Rohstoffe viel stärker bestimmen.

Die Deutsche Bank wehrt sich gegen die Vorwürfe von Foodwatch, da das Unternehmen "nicht mit physischen Agrarrohstoffen" handelt. Und auch bei einem angebotenen Indexfonds, welcher Preise von realen Gütern nachbildet, würden sich die Preise sehr wohl nach Angebot und Nachfrage richten. Eine steigende Nachfrage der Schwellenländer nach Rohstoffen würde zum Beispiel zu steigenden Preisen selbiger führen.

Harald Schumann, der Autor des Foodwatch-Reports sieht dies anders. Er schätzt den Anteil, welchen Spekulationen an den Rohstoffpreisen hätten gemäß deutscher und amerikanischer Studien auf 15-50 Prozent. Foodwatch fordert nun von den Banken sich nicht gegen "effektive staatliche Regulierung" zu stemmen und dass die Banken wie die Deutsche Bank in ihren Finanzprodukten und Fonds auf "jeglichen börslichen und außerbörslichen Handel" mit Lebensmittelrohstoffen verzichten.
__
Siehe auch: http://foodwatch.de/e10/e45260/e45263
(1)   |  
  |     |  Am 18.10.2011 von Zwitschern
www.spiegel.de   |  Firma: Deutsche Bank AG
anzeige
109
Wichtig!
-26
Von: Menschir   [21.10.2011, 16:36]        
Interessant und schnell reagiert, der Chef der Deutschen Bank will den Rohstoffhandel seiner Bank nun überprüfen lassen, schreibt der Spiegel:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,792824,00.html
Arbeitgeber bewerten News einstellen
anzeige
 
Neue Gehälter
Beruf:
Gehalt:
Verkaufsleite..., Gehalt:
4069 €
Papiermacher, Gehalt:
3321 €
Steward / Ste..., Gehalt:
2026 €
Betriebsingen..., Gehalt:
3085 €
Ramp-Agent , Gehalt:
2142 €
Altenpflegehi..., Gehalt:
2750 €
Bachelor of C..., Gehalt:
3338 €
Berater, Gehalt:
4975 €
Personalfachk..., Gehalt:
2400 €
Busfahrer , Gehalt:
1943 €
anzeige