Banken-Razzia: Verdacht auf Zinsmanipulation
Die europäische Kommission hat eine Razzia bei mehreren Großbanken aus Europa durchführen lassen. Es wird vermutet, dass die Geldhäuser Zinssätze manipuliert haben. Auch die Deutsche Bank mit ihrer Niederlassung in London soll von den Untersuchungen betroffen sein berichten die Medien. Die Deutsche Bank selbst wollte sich allerdings nicht dazu äußern.
Die EU-Kommission vermutet die Entstehung eines Marktkartells im Zusammenhang mit der Euro InterBank Offered Rate (EURIBOR), einem wichtigen Rererenzzinssatz in Euro für Termingelder im Interbankengeschäft. Mehrere Finanzinstitute stehen im Verdacht, diesen Zinssatz möglicherweise zu ihren Gunsten manipuliert zu haben.
Preisabsprachen die Konkurrenten oder Verbrauchern schaden könnten sind in der EU verboten. Sollte sich herausstellen, dass die Banken schuldig sind, kann die EU-Kommission Strafen von bis zu 10 Prozent des jährlichen Unternehmensumsatzes verhängen.
Die Bankenorganisation Euribor-EBF gab sich zuversichtlich, dass es keine Unregelmäßigkeiten bei der Bildung des Euribor-Zinses gegeben habe. Den Ermittlern sicherte die Organisation den Zugriff auf die gewünschten Daten zu. Ein Manager einer betroffenen Bank in London übte sich in Gelassenheit und bezeichnete die Untersuchung eher als einen Besuch, denn als eine Razzia.
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siehe auch..
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/banken264.html
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/0,2828,792681,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,792648,00.html