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Todesfond: Bei Deutsche Bank auf frühen Tod wetten

Aufgrund eines ethisch fragwürdigen Lebensversicherung gerät die deutsche Bank zunehmend in die Kritik. Deutsche Kleinanleger haben in den vergangenen Jahren insgesamt mehr als 700 Millionen Euro in den Fonds der deutschen Bank „db Kompass Life 3“ investiert.

Dieser funktioniert folgendermaßen: Ältere Menschen verkaufen ihre Lebensversicherung, z.B. weil sie diese nicht mehr zur Absicherung ihres Ruhestands brauchen. Banken bündeln viele solcher verkauften Versicherungen zu einem Fonds und geben diese dann mit einem bestimmten Zinssatz an Anleger weiter. Die Anleger profitieren, wenn die Verkäufer der Lebensversicherung früh sterben. Denn in diesem Fall muss die Versicherungssumme ausgezahlt werden. So spekulieren die Fonds eigentlich auf die Lebenserwartung von Menschen: je früher man stirbt, umso höher fallen also die Renditen aus.

Diese makaberen Versicherungsfonds sind seit längerem ein fragwürdiges Finanzprodukt. Ein Anwalt der betroffenen Kleinanleger hat nun eine Klage wegen Sittenwidrigkeit eingereicht. Gerichtlich muss geklärt werden, ob die Wette auf die Lebensdauer eines Menschen mit der Unantastbarkeit der menschlichen Würde in Einklang zu bringen ist.
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  |     |  Am 08.02.2012 von rotraud
www.handelsblatt.com   |  Firma: Deutsche Bank AG
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